Mit Lotta&Emil haben wir in einer kurzen Zeit sehr viel erreicht – und eine Menge ausprobiert: neue Modelle, Kindermode eingeführt, Läden aufgemacht, an der Logistik geschraubt, usw. Manches davon hat funktioniert, anderes nicht. Lars erzählt euch, wie wir mit Lotta&Emil den Kinderschuhen langsam entwachsen sind und uns als Kids-Label etabliert haben – ohne auf dem Weg unsere Werte zu verlieren.

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"Wir wollten wieder zurück zum Grundgedanken von Lotta&Emil: Wie kann ich mit meinem Unternehmen anderen eine Hilfe sein?"

WAS HAT EUCH 2018 DAZU BEWEGT, LOTTA&EMIL ZU GRÜNDEN?

Nach einigen Jahren in unseren Berufen war klar: Das wollen wir nicht für immer, wir wollen etwas Eigenes. Etwas, was Sinn macht – für uns UND für andere. Und da wir als Eltern von kleinen Kindern wissen, wie schwierig und vor allem wie teuer nachhaltig produzierte Kinderschuhe sind, haben wir uns für dieses Thema entschieden – und im Herbst 2018 unseren ersten gefütterten Boot rausgebracht. 

ALS DANN DER ERSTE ERFOLG KAM – WIE HAT SICH DAS ANGEFÜHLT? UND WAS HABT IHR DAMIT GEMACHT?

Nach einem Post auf Instagram durch das befreundete Kinderlabel Nordkidz gingen die Bestellungen von einem Tag auf den anderen durch die Decke. Das hat sich angefühlt wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.


"Plötzlich war unser Heim ein Logistikzentrum: der Keller war voller Schuhe, in der Küche wurde gepackt, überall war Chaos"

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Wir mussten schnell neue Räume finden – die dann auch wieder schnell zu klein wurden. Der Erfolg hat uns darin bestärkt, mehr zu machen: Wir haben Läden in Hamburg und Düsseldorf eröffnet, sind nochmal umgezogen, haben neue Modelle entwickelt und unsere Logistik an einen externen Dienstleister abgegeben. Wir dachten, so hätten wir mehr Raum für die Weiterentwicklung von Lotta&Emil.

WIE GING ES DANN WEITER? WELCHE ERFAHRUNGEN MUSSTET IHR MACHEN?

Wir haben gemerkt, dass eigentlich genau das Gegenteil der Fall war: Wir hatten zu viele Baustellen aufgemacht, um uns richtig auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren: das Online-Geschäft und die Schuhe. Dazu kamen unterschiedliche Vorstellungen mit dem Logistiker und die Läden liefen nicht mehr gut. Deshalb haben wir unser Experiment mit eigenen Läden außerhalb von Osnabrück beendet und die Logistik zurückgeholt. Wir wollten wieder zurück zum Grundgedanken von Lotta&Emil: Wie kann ich mit meinem Unternehmen anderen eine Hilfe sein?

WIE HABT IHR EUCH NUN FÜR DIE ZUKUNFT AUFGESTELLT?

Wir sind mit dem Laden in Osnabrück in kleinere Räumlichkeiten umgezogen, dazu produzieren wir inzwischen in vier Fabriken in Portugal. So können wir nicht nur mehr auf einmal produzieren, sondern haben auch für jede Schuhform einen Experten an Bord. Das senkt die Kosten. So können wir diesen Herbst 2022 wieder hochwertige, fair produzierte und bezahlbare Kinderschuhe anbieten – und haben Raum für neue Ideen: Da geistert uns zum Beispiel im Bereich der Textilien so einiges durch den Kopf. Es bleibt also spannend. 

Mehr über die "Idee" hinter Lotta&Emil und den Weg den wir gehen wollen: